Die Trift-Siedlung am Rand von Horgen-Oberdorf soll aufzeigen, wie nachhaltige Planung aussehen kann, wenn sie umfassend gedacht wird: wirtschaftlich, energieeffizient, sozial vernetzt. Vier Architektenteams konzipieren vier Baufelder, die heute noch unbebaut sind. Verbunden werden die Areale auf zwanglose Art durch einen Weg, der breit und komfortabel ist, weil er höhenparallel verläuft. Das Baufeld ist von einer sanften Kuppe gekennzeichnet, der einzigen ebenen Fläche im Hangverlauf.
Damit diese Kuppe freibleiben kann, stehen die Häuser an ihren Rändern. Die 5 Wohnhäuser und das Velohaus sind zerbrechliche, dünnwandige Häuser aus Holz, die hier gleichsam provisorisch aufgestellt worden sind. Vielleicht erinnern sie auch an Zirkuswagen, die zu einer Wagenburg gruppiert sind, und die Zugangswege sind die Reifenspuren der Traktoren. Es erweist sich als gar nicht so einfach, unberührtes, freies Land zu bebauen – daher wohl die Vorsicht dieser Landnahme auf Zeit.
Die Baukörper vereinigen unter ihren weit ausladenden Dächern eine bunte Mischung von Wohnungen. Diese sind komplementär ineinander gefügt und thematisieren so räumlich das Zusammenleben unterschiedlicher Lebensformen.
Adresse: Bergstrasse 79–87, 8810 Horgen
Programm: 30 Wohnungen
Bauherrschaft: Trift Bewirtschaftung von Grundstücken AG
Auftragsart: Direktauftrag 2011, Generalplanung und Totalunternehmung in Arbeitsgemeinschaft mit BGS & Partner Architekten, Planung und Ausführung 2011-2021, vollendet unter Esch Sintzel Architekten
Energiestandard: SIA-Effizienzpfad Energie (2000W/d)
Projektleitung: Aline Sidler, Jonas Blum, Jillin Ettlin, Pia Schwyter-Lanter
Projektteam: Jonathan Bopp, Raphael Eichenmann, Mattia Furler, Jenna Klupsch, Christian Ott, Jana Stratmann, Sébastien Werlen, Nicola Wild
Fachplanung und Beratung
Baumanagement: BGS & Partner Architekten
Landschaftsarchitektur: Manoa Landschaftsarchitekten
Statik: EBP Schweiz
Brandschutz: Rolf Bachofner
Bauphysik: BWS Bauphysik
Haustechnik, Sanitär: Planforum
Elektro: Enerpeak
Nachhaltigkeit: Energiekonzepte
Mobilitätskonzept: Stadt Raum Verkehr
Fotografien: Philip Heckhausen